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Die kurze Sequenz wird zu einem Sinnbild des Lebens: Die Hetze des Getrieben-, "Geritten"-Seins eines sich stetig beschleunigenden Lebens im Kontrast zu Leid und Tod, zur Endlichkeit. Daneben die Säule wie ein mächtiger Wächter oder auch als ein Sinnbild der Verbindung von oben und unten. Der Text, den sie zu dieser Installation aus Jacob Böhmes Schrift zitiert, lautet:

"Nun stehet (... ) der Mensch in Mitten,
als zwischen Gottes und des Höllen Reich,
als zwischen Liebe und Zorn;
welches Geist er sich nun aneignet,
des ist er."

Das mit diesen Reflexionen über das Leben und den Tod, mit diesen Fragen über den Betrachter und den anderen, über den Menschen und sein Leben überhaupt, auch religiöse Fragen angesprochen sind, das bedarf keiner weiteren Erläuterung, kann aber Anlaß zu weiterem Nachdenken sein.

Thomas Sternberg · FRANZ HITZE HAUS - 1998